Datengrundlage

Der Nachfragemonitor Mietwohnungen beruht auf einer Kombination von Daten zu Inseraten, Einkommen, Mietpreisen, Mietercharakteristika und Wohnungseigenschaften. Indikatoren können für verschiedene Wohnungsgrössen und Gruppierungen ausgewiesen werden.

  • Inserate zu Mietwohnungen:
    Zur Verfügung gestellt von ImmoCompass AG. Der Datenbestand umfasst Inserate für Mietwohnungen und erlaubt eine regionale Berechnung von deren Anzahl und durchschnittlicher Verfügbarkeitsdauer (die Insertionsdauer beschreibt die Anzahl der Tage, während denen ein Inserat online geschaltet war). Zu jedem Inserat werden zusätzlich Brutto- und Nettomietpreis erhoben, welche dazu verwendet werden, auch für bestehende Mietverhältnisse die Nettomiete in eine Bruttomiete umzurechnen. Im statistischen Mittel liegen Bruttomieten um 15% höher als Nettomieten. Datenstand: Q4/2022.
  • Bewerbungen und Vergaben für Mietwohnungen:
    Zur Verfügung gestellt von emonitor AG. Die Daten enthalten Detailinformationen zu den Bewerbern auf inserierte Mietobjekte respektive die Haushalte, die den Zuschlag bekommen haben. Die Datengrundlage sind Mietobjekte, welche über emonitor AG verwaltet werden. Diese Objekte sind tendenziell neuer und städtischer als der gesamte aktuelle Mietwohnungsbestand der Schweiz. Datenstand: 2023.
  • Räumliche Gliederung:
    Die regionale Aufteilung erfolgt gemäss der Arbeitsmarktregionen 2018 des Bundesamt für Statistik, wobei Kernstädte grosser und mittelgrosser Agglomerationen nach Gemeindetypologie 2012 (25 Typen) der Raumgliederung des Bundesamt für Statistik separat betrachtet werden. So wird z.B. die Arbeitsmarktregion Basel in zwei Gebiete aufgeteilt, Kernstadt Basel und Umland Basel, wobei letzteres Gebiet die Kernstadt nicht enthält. Die Kernstädte werden in den Grafiken jeweils durch ein vorangestelltes "(Kernstadt)" gekennzeichnet. Gebäude werden über die Gemeindenummer, die jedem Eidgenössischen Gebäudeidentifikator in den Gebäude- und Wohnungsstatistik des Bundesamts für Statistik (siehe unten) zugewiesen ist, der jeweiligen Region zugeordnet. Gemeindemutationen werden mithilfe des historisierten Gemeindeverzeichnis berücksichtigt. Datenstand: 2022.
  • Gebäude- und Wohnungsdaten: 
    Die Gebäude- und Wohnungsstatistik des Bundesamts für Statistik dient als Grundlage für Informationen über Bewohneranzahl, Wohnungsgrössen und Zimmeranzahl jeder Wohnung des Schweizer Wohngebäudeparks. Zusätzlich wird die Gebäudekategorie zur Identifikation von Mehrfamilienhäusern mit Wohnnutzung verwendet. Die Analysen enthalten Hauptwohnsitze der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz. Datenstand: 2022.
  • Einkommens- und Rentendaten:
    Die Zentrale Ausgleichsstelle ZAS des Bundes enthält Detaildaten zu Gehältern der Schweizer Bevölkerung. Enthalten sind zum einen sozialversicherungspflichtige Löhne/Gehälter der noch aktiven Arbeitenden. Zum anderen enthält der Datensatz für Rentner das durchschnittliche über die Erwerbstätigkeit erzielte Einkommen, welches in den Analysen zum Nachfragemonitor als Schätzung für die zur Verfügung stehenden Renten (inklusive private Absicherungen) dient. Das Haushaltseinkommen wird als Summe aller (aktuellen und historischen) Einzeleinkommen im Haushalt berechnet. Sonderzulagen sind sowohl für Aktive als auch für Rentner nur teilweise enthalten. Es stehen keine Daten zu den Vermögen der Haushalte zur Verfügung. In der Folge werden die von einem Haushalt verfügbaren finanziellen Mittel tendenziell leicht unterschätzt, da weder Vermögensverzehr (vor allem relevant für Rentner) noch Kapitalerträge (vor allem relevant für reiche Haushalte) berücksichtigt werden können. Datenstand: 2022.
  • Bevölkerungsdaten: 
    Die Statistik der Bevölkerung und der Haushalte (STATPOP) des Bundes enthält Charakteristika der Wohnbevölkerung in Bezug auf die Haushaltskomposition (Anzahl und Alter der Personen) am Hauptwohnsitz und die Dauer des Mietverhältnisses. Datenstand: 2022.
  • Haushaltsdaten und Mietkosten:
    Die Strukturerhebung des Bundesamts für Statistik erfasst jährlich die Eigentums- und Mietquoten respektive Nettomieten einer repräsentativen Stichprobe der Schweizer Haushalte. Für die Auswertung werden lediglich Daten des aktuellen Jahrs berücksichtigt. Es wird kein Pooling mit historischen Strukturerhebungsdaten vorgenommen. Die Mietquoten werden regional berechnet und dienen der Berechnung des Mietwohnungsbestands, welcher als Grundlage für die Angebotsziffer und damit der Markttypologisierung dient. Der Nachfragemonitor Mietwohnungen ordnet Genossenschaftswohnungen dem Mietverhältnis zu. Die erhobenen Nettomieten werden mittels multiplikativem Durchschnittsfaktor in Bruttomieten umgerechnet, siehe oben. Haushalte mit negativen Werten für Mietkosten werden nicht berücksichtigt. Datenstand: 2022.